Haus Weber



Entspannung, Bibliothek, Kreatives Gestalten und die Spielwiese

Kreativraum
Bibliothek für Kinder & Jugendliche
Kreativraum
Spielwiese
Spielwiese
Spielwiese

Historisches

Im Jahre 1769 werden auf dem Stocksberg 58 Einwohner gezählt. 14 Familien und 2 Witwen sind dort ansässig. 7 Familien besaßen die Bürgerrechte, 7 weitere dagegen nicht. Die 58 Einwohner lebten in 8 Häusern. Sie besaßen 6 Scheunen, 9 Ställe mit 45 Rindern, 9 Schafen und 2 Schweinen. Für 58 Menschen und 56 Tiere gab es einen gemeinsamen Brunnen.

 

Die Eheleute FRANZ und CHRISTINA BARBARA WEBER, geb. Föllin, lebten in jener Zeit dort auf dem Stocksberg als freie Bürger. Ihr Hab und Gut bestand aus einem halben Haus, einer halben Scheune, einem Stall, 6 Rinder und einem Schaf. Sie lebten vom Bauernhandwerk und der Viehzucht. Es war ein harter Existenzkampf, gezeichnet von Zeiten bitterer Armut.

 

JOHANN JACOB WEBER, der Sohn von Franz und Christina Barbara, heiratete am 14. Juni 1796 die Stocksbergerin HENRICA WEIHENMÜLLER. Sie übernahmen den landwirtschaftlichen Besitz. Von ihren sieben Kindern verstarb eins im Kindesalter und ihr Sohn CHRISTIAN GOTTLIEB wurde der Hoferbe. Am 14. September 1839 heiratete dieser in Löwenstein die Stangenbacherin ROSA KATHARINA LANG. Von ihren 12 Kindern verstarben zwei Mädchen im ersten Lebensmonat, ein Sohn mit 15 Jahren und drei Söhne und eine Tochter wurden nicht älter als dreißig Jahre.

 

CHRISTIAN JACOB WEBER, einer ihrer Söhne, wanderte nach Amerika aus. Neben den politischen Unruhen war die Hauptursache für Auswanderungen die materielle Not.

 

Besonders die Notjahre in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwangen die Bewohner zu derartig gravierenden Lebensveränderungen. Die Einwohnerzahl der Stocksberger hatte sich mittlerweile verdreifacht. Das Land wurde von Hungersnöten heimgesucht. Der Stocksberg behalf sich mit einer Armenküche. In den 40 Jahren von 1850 - 1890 verlassen 144 Beilsteiner Bürger das Land. 12 Bürger stammen aus dem Weiler Stocksberg.

 

Der 30-jährige Tagelöhner Christian Jacob Weber heiratete am 30. Juli 1878 die Neulauternerin Wilhelmina Jakobine. Noch im selben Jahr wanderten sie nach Amerika aus, um dort ihr Glück zu suchen.

 

CHRISTIAN GOTTLOB, der Bruder von Christian Jacob, blieb auf dem Stocksberg und wurde Hoferbe. Am 2. Juni 1879 heiratete er in Gronau die 21-jährige ROSINA MAGDALENA BARTH aus Prevorst. Sie hatten 14 Kinder, wovon ein Mädchen mit knapp drei Jahren verstarb und zwei Söhne nach wenigen Monaten. Ihr neuntes Kind, GOTTLOB CHRISTIAN, wurde Hoferbe. Zusammen mit seiner Gattin ROSINE FRIDERIKE WEBER, geb. Schilp aus Schmidhausen, ließ er Haus Weber erbauen. Sie hatten fünf Töchter und zwei Söhne. Der ältere der beiden Söhne, Robert Weber, fiel im Sommer 1944 in Orschau/Weißrussland. Der jüngere Sohn, GERHARD WILHELM WEBER, führte gemeinsam mit seiner Ehefrau ANNI HILDE WEBER, geb. Schader aus Neustadt/Coburg, den Nebenerwerbs-Bauernhof bis 1975 weiter.

 

Von ihren drei Kindern übernahm die älteste Tochter G. ENAMARIA WEBER-BOCH das Anwesen und machte daraus das Diagnose- und Seminarzentrum.