Konzept & 4 Leitlinien
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Das Konzept besteht aus 4 Leitlinien: Das Konzept, Familien, Pflegefamilien und Erziehungsstellen / Jugendhilfeeinrichtungen erzieherisch zu entlasten und Kinder zu fördern, wurde von G. Enamaria Weber-Boch entwickelt. Es enthält vier Leitlinien und basiert auf einer langjährigen Erfahrung und sozialpädagogischen Praxis mit verhaltensschwierigen und traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Grundlage des Konzeptes ist ein positives Menschenbild und eine ganzheitliche, systemische Sichtweise.
1. Kurzzeitige familienentlastende Hilfen, insbesondere für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten, Die Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten und Störungen bei Kindern und Jugendlichen sind in erster Linie in deren Lebensumfeld zu finden. Zum Lebensumfeld gehören erstens das Familiensystem, weiterhin aber auch andere soziale Einflussfaktoren, die auf die jungen Menschen einwirken. Zeigen Kinder und Jugendliche Verhaltensauffälligkeiten, so ist es sinnvoll, mit dem systemischen Blick darauf zu schauen und zu erkennen, was Kinder für ihre Eltern und ihr Familiensystem tragen und zum Ausdruck bringen. Viele Kinder und Jugendliche wachsen in Familien auf, die aus unterschiedlichsten Gründen überlastet sind. Wir geben überlasteten Familien eine erzieherische Auszeit und durch Elternberatung und Diagnosen Impulse, wie es auf einem guten Weg weitergehen kann. Wir stärken Elternkompetenzen und bieten Kindern ein Umfeld für Erholung und soziales Lernen.
2. Kurzzeitige familienentlastende Hilfen für Pflege- und Adoptiveltern, zur Sicherung der Erziehung schwieriger Kinder. Fremduntergebrachte Kinder nach § 33 SGB VIII werden in Pflegestellen sozialisiert, doch die Geschichte und die Belastungen ihrer Herkunftsfamilien wirken in ihrer Seele weiter. Die soziale Elternschaft, ist eine schöne und verantwortungsvolle Aufgabe, die jedoch zuweilen auch sehr anstrengend werden kann. Wir bieten Pflege- und Adoptiveltern erzieherische Auszeiten an und geben ihnen durch Supervision und Diagnostik Hilfestellung bei der Bewerkstelligung ihrer Aufgabe,
3. Kurzzeitige sozialpädagogische Entlastung für Erziehungsstellen / Jugendhilfeeinrichtungen Fremduntergebrachte Kinder nach §§ 34,35,35a SGB VIII werden in Jugendhilfeeinrichtungen sozialisiert und betreut. Gerade kleinere und mittelständische Einrichtungen brauchen manchmal eine Ferienentlastung zur Sicherung von Mitarbeiterurlaub. Immer wieder gibt es Kinder, deren Entwicklungsstand es erforderlich macht, dass sie in Maßnahmen mitgeschickt werden, die einen hohen Betreuungsschlüssel vorweisen können. Mit Ferienseminaren bieten wir sozialpädagogische Entlastung an, sodass sich auch schwierige Kinder gesehen und beachtet fühlen und den nötigen strukturellen Halt erfahren. Unsere Diagnosen geben wichtige Impulse für Erziehung und Erziehungsbedarf.
4. Einschätzungshilfen für Entscheidungsträger der Jugendhilfe MitarbeiterInnen von Jugendämtern sind ganz besonders gefordert, wenn Familien sich in schwierigen Grenzsituationen, zwischen Überforderung, eigenem Problemdruck und unzureichender Erziehungskompetenz befinden. Insbesondere bei der Einschätzung des Kindeswohls und des davon abhängigen erzieherischen Bedarfs liegen oftmals nicht genügend Informationen vor. Mit Ferienseminaren bieten wir kurzzeitige entlastende Hilfen an und erstellen in der Zeit eine Diagnostik, die Entscheidungsträgern der öffentlichen Jugendhilfe fundierte Einschätzungshilfen bietet.
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